Externe Evaluierung der Lernergebnisse und Aktuelles zum SMART-AGE Curriculum

Das Projektteam unter der Leitung der Public Open University Čakovec, die für das Arbeitspaket 2 (WP2) verantwortlich ist, hat kürzlich nach einer gründlichen Analyse des Europäischen Referenzrahmens für digitale Kompetenz für Bürger:innen (DigComp 3.0) eine Liste von Lernergebnissen erstellt. Das Team wählte diese Ergebnisse aus und fasste sie in 10 Themenbereiche zusammen, die die Kernaspekte des künftigen Lehrplans und des geplanten MOOC widerspiegeln. Anschließend war es an der Zeit, dass externe Gutachter:innen die Auswahl überprüften und dem Projektteam dabei halfen, die Lernergebnisse für die beiden wichtigsten Projektergebnisse zu verfeinern.

Die externe Evaluierung wurde im Februar und März 2026 im Rahmen von WP2 durchgeführt. Dies diente als Qualitätssicherungsmaßnahme, um die Relevanz und Wirksamkeit der ausgewählten Lernergebnisse und des künftigen Lehrplans zu gewährleisten. Die Analyse basiert auf 12 externen Gutachten, die von Expert:innen aus einem breiten Spektrum relevanter Fachgebiete eingereicht wurden, darunter Erwachsenenbildung, Medienkompetenz, digitale Bildung, Sozialarbeit, Kunst und Kultur, Bibliotheks- und Informationswissenschaft sowie direkte Arbeit mit Senioren. Die Gutachter:innen stammten zudem aus einem vielfältigen geografischen Spektrum europäischer und regionaler Kontexte: Österreich, Belgien, Kroatien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Portugal, Serbien, Slowenien und Spanien. Dies trug zu einem glaubwürdigen und multiperspektivischen Begutachtungsprozess bei.

Die Evaluierung lieferte zudem wertvolles Feedback für die Weiterentwicklung. Die häufigsten Empfehlungen betrafen die Notwendigkeit, die Sprache zu vereinfachen, die konzeptionelle Dichte zu verringern, konkretere und besser nachvollziehbare Beispiele aus dem digitalen Alltag zu verwenden, auf ein angemessenes Lerntempo zu achten und die Messbarkeit bestimmter Lernergebnisse im Hinblick auf künftige Mikro-Zertifizierungen zu verbessern. Die Gutachter:innen betonten wiederholt, dass das künftige MOOC als unterstützende und vertrauensbildende Lernumgebung konzipiert werden sollte, nicht lediglich als Inhaltsspeicher. Zu den vorgeschlagenen gestalterischen Implikationen gehören kurze und klar strukturierte Einheiten, intuitive Navigation, visuelle Unterstützung, angeleitete Reflexion sowie eine Form der Betreuung durch Tutoren, Moderatoren oder Gleichaltrige. Diese Kommentare stellen die strategische Ausrichtung des Rahmenwerks nicht in Frage; vielmehr bieten sie praktische Orientierungshilfen für dessen Umsetzung in einen seniorengerechten Lehrplan und ein MOOC.

Der Projektantrag und der geänderte Anhang sahen eine externe Evaluation durch Fachkolleg:innen als Mechanismus zur Validierung der angepassten Ergebnisse vor. Es wurde das Ziel festgelegt, dass mindestens 60 % der Expert:innen das Rahmenwerk und den Lehrplan als „gut“ oder „angemessen“ bewerten sollten, wobei mindestens vier Expert:innengutachten erforderlich waren. Diese Schwelle wurde deutlich überschritten. An der Evaluierung waren 12 Expert:innen beteiligt, die das Rahmenwerk insgesamt alle befürworteten. Darüber hinaus betrachteten alle Gutachter:innen es als solide Grundlage für den künftigen Online-Kurs, und 91,7 % bestätigten seine Eignung für die Zielgruppe der Senior:innen. Die Begutachtung erfüllte somit beide angestrebten Ziele: Sie validierte die Qualität des Rahmenwerks und lieferte konkrete Empfehlungen für die Weiterentwicklung in den nächsten Phasen der Lehrplan- und MOOC-Entwicklung.