SMART AGE Curriculum Erstellung schreitet voran 

Das Projekt SMART AGE hat bei der Entwicklung seines Curriculums-Lehrplans zur Medienkompetenz für ältere Lernende eine wichtige Etappe erreicht. Die erste vollständige Fassung wird bis Ende Juni fertiggestellt und anschließend an externe Gutachter:innen weitergeleitet, um zusätzliches Feedback und eine Validierung zu erhalten.

Der Lehrplan/Curriculum richtet sich an Senior:innen, die sich im digitalen Alltag sicherer fühlen möchten. Er soll ihnen helfen, Online-Informationen zu verstehen, irreführende Inhalte zu erkennen, mögliche Betrugsversuche zu identifizieren, persönliche Daten zu schützen und sicherere Entscheidungen bei der Nutzung digitaler Tools zu treffen. Er geht zudem direkt auf die Bedürfnisse der Zielgruppe ein und berücksichtigt das neueste DigComp 3.0-Rahmenwerk.

Viele ältere Menschen nutzen digitale Dienste, um zu kommunizieren, Nachrichten zu lesen, auf öffentliche Dienste zuzugreifen, ihre Finanzen zu verwalten oder nach Gesundheitsinformationen zu suchen. Gleichzeitig ist die Online-Welt komplexer geworden. Nachrichten können emotional oder manipulativ sein, Bilder und Videos können verändert oder durch künstliche Intelligenz erstellt werden, und Plattformen können einschränken, was Menschen sehen. Aus diesem Grund konzentriert sich SMART AGE auf praktisches Urteilsvermögen und nicht nur auf die Nutzung von Geräten.

Der Lehrplan wird als 75-stündiger Lernpfad mit einer Einführung, zehn Lernmodulen und einem abschließenden Abschnitt organisiert. Zu den Themen gehören Informations- und Medienkompetenz, Desinformation, KI-generierte Inhalte, Algorithmen, Online-Betrug, Datenschutz, digitales Wohlbefinden, verantwortungsvolle Kommunikation und bürgerschaftliches Engagement im Internet.

Der Lernprozess wird klar, praktisch und auf das reale Leben bezogen sein. Senior:innen werden mit vertrauten Beispielen arbeiten, wie verdächtigen Nachrichten, Online-Schlagzeilen, Social-Media-Beiträgen, Datenschutzeinstellungen, weitergeleiteten Inhalten und alltäglichen digitalen Diensten. Das Ziel ist nicht, Angst vor Technologie zu schüren, sondern den Lernenden zu helfen, innezuhalten, zu prüfen, zu vergleichen und mit größerer Sicherheit zu entscheiden.

Nach Abschluss werden externe Gutachter:innen bewerten, ob der Lehrplan für ältere Lernende relevant, verständlich und nützlich ist. Ihr Feedback wird letzte Verbesserungen unterstützen, bevor im Sommer die Übersetzung und Lokalisierung in die Projektsprachen erfolgt.

Bis September 2026 soll der Lehrplan für die nächste Projektphase bereit sein: die Umwandlung in einen interaktiven Massive Open Online Course (MOOC). Der MOOC ermöglicht es Senior:innen, Schritt für Schritt und in ihrem eigenen Tempo zu lernen. Lernende, die den Kurs abschließen, erhalten ein digitales Zertifikat, während der Fortschritt in den einzelnen Modulen mit digitalen Badges anerkannt wird.

Mit diesem Lehrplan schafft SMART AGE die pädagogische Grundlage für ein sichereres und selbstbewussteres digitales Leben älterer Erwachsener.