Das Projekt „SMART AGE“ hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die externe Begutachtung seines Lehrplans für Medienkompetenz und digitale Resilienz für ältere Erwachsene wurde erfolgreich abgeschlossen.
Fünf externe Gutachter:innen mit Fachkenntnissen in den Bereichen Erwachsenenbildung, Medienkompetenz, digitale Kompetenz, Barrierefreiheit, Lehrplanentwicklung und Online-Lernen bewerteten den gesamten Lehrplan und den daraus bestehenden Lernpfad mit zehn Modulen. Die Ergebnisse fielen sehr positiv aus. Von insgesamt 65 Einzelbewertungen waren 93,8 % positiv, bei einer Gesamtdurchschnittsnote von 4,57 von 5 Punkten. Alle fünf Gutachter:innen bewerteten den Lehrplan als gut und waren sich einig, dass er für ältere Lernende geeignet ist.
Die Gutachter:innen lobten insbesondere die klare Struktur des Lehrplans, die Relevanz seiner Themen und die Kombination der Grundsätze von DigComp 3.0 mit denen der Medien- und Informationskompetenz. Sie hoben zudem hervor, dass der Lehrplan auf den Erfahrungen und dem Urteilsvermögen älterer Erwachsener aufbaut, anstatt sich ausschließlich auf deren mögliche mangelnde digitale Kompetenzen zu konzentrieren. Die zehn Module führen die Lernenden durch zentrale Themen wie Informations- und Medienkompetenz, Desinformation, KI-generierte Inhalte, Algorithmen, Online-Betrug, Datenschutz, digitales Wohlbefinden, verantwortungsvolle Kommunikation, bürgerschaftliches Engagement und digitale Autonomie.
Zentrale Stärken des Curriculums
Kohärenter Lernpfad
Ein strukturierter Lernpfad mit zehn aufeinander aufbauenden Modulen, der die Bewertung von Quellen, das Erkennen KI-generierter Inhalte, die Prävention von Online-Betrug, digitales Wohlbefinden und aktive gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbindet.
Respektvoller Ansatz
Ältere Menschen werden nicht als „schutzbedürftige oder defizitäre“ Lernende betrachtet. Stattdessen dienen ihre Lebenserfahrung und ihr Urteilsvermögen als zentrale Ressourcen für den Lernprozess.
Europäische Grundlagen
Das Curriculum basiert auf DigComp 3.0 und den UNESCO-Leitlinien zur Medien- und Informationskompetenz (MIL). Es geht über grundlegende technische Bedienkompetenzen hinaus und fördert das Verständnis algorithmischer Prozesse sowie kritische Reflexion.
Die Gutachter :innen gaben zudem nützliche Empfehlungen für die nächste Phase. Sie betonten, wie wichtig eine einfache Sprache, realistische Beispiele, ein flexibles Lerntempo, eine klare Terminologie und barrierefreie Lernaktivitäten sind. Außerdem empfahlen sie, die Beispiele an die Medienlandschaften der einzelnen Partnerländer anzupassen.
Diese Vorschläge werden nun in die Entwicklung des SMART AGE-MOOCs einfließen. Die Partner werden sie bei der Gestaltung von Lektionen, Videos, Quizfragen, interaktiven Aktivitäten, Bewertungen, Maßnahmen zur Barrierefreiheit und lokalisierten Inhalten berücksichtigen.
Gleichzeitig wird der Lehrplan nun in die Sprachen der Partnerländer übersetzt und lokalisiert. Auch die Arbeiten an der Struktur des MOOCs haben begonnen. Der Lehrplan bildet die pädagogische Grundlage, während der MOOC diese in kurze, praktische und barrierefreie Online-Lernerfahrungen umwandeln wird, die ältere Erwachsene in ihrem eigenen Tempo absolvieren können.
Die positive externe Begutachtung bestätigt, dass der SMART AGE-Lehrplan eine solide Grundlage für die nächste Projektphase bildet. Die Hauptaufgabe besteht nun darin, ihn in einen Online-Kurs umzuwandeln, der klar, nützlich, barrierefrei und für ältere Lernende relevant ist.




